Was ist Industrie 4.0?

Digitalisierung und Industrie 4.0: Chancen und Herausforderungen für den Mittelstand

Digitalisierung ist mehr als nur ein Trend; sie ist der Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit.

1. Welche neuen Chancen und Geschäftsmodelle ergeben sich durch die Digitalisierung?

Die technologische Evolution betrifft jedes Element des Unternehmens – von der Produktion bis zur Verwaltung. Im Mittelstand liegt der Vorteil in der Flexibilität und der dynamischen Führungsstruktur, die es ermöglichen, schnell und effektiv auf neue Technologien zu reagieren und diese zu integrieren.

Durch die digitale Transformation können Unternehmen ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten und innovative Wege gehen.

Studien zeigen, dass die Produktivität in der Automobilbranche um 10 bis 15 Prozent, im Maschinenbau um 8 Prozent und in der Elektrobranche ebenfalls signifikant gesteigert werden kann. Diese Verbesserungen resultieren aus der Implementierung digitaler Technologien wie IoT (Internet der Dinge), KI (Künstliche Intelligenz) und Cloud-Computing, die Prozesse effizienter gestalten und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.

Jetzt ist die Zeit für unternehmerischen Mut. Der Mittelstand muss bereit sein, bestehende Geschäftsmodelle zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Ein ganzheitlicher Ansatz, der alle Abteilungen und Prozesse berücksichtigt, ist unerlässlich, um das volle Potenzial der Digitalisierung auszuschöpfen. Dabei stehen die Menschen im Mittelpunkt – ihre Fähigkeiten, Kreativität und Innovationskraft sind entscheidend.

2. Welche Prozesse verändern sich durch die Digitalisierung im Unternehmen?

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf betriebliche Prozesse sind vielfältig und branchenabhängig. Oft stammen Innovationen aus dem Silicon Valley, doch die Anpassung an bestehende Geschäftsmodelle und die Integration in bestehende Prozesse ist die Stärke deutscher Unternehmen.

Die nächste Evolutionsstufe besteht darin, digitale Technologien nicht nur einzuführen, sondern sie so zu nutzen, dass sie die Effizienz und Produktivität auch wirklich steigern.

Automatisierung und datengesteuerte Entscheidungen spielen hierbei eine zentrale Rolle.

Prozesse werden transparenter und flexibler, was eine schnellere Anpassung an Marktveränderungen ermöglicht.

Ein Beispiel ist die Einführung von ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning), die alle Geschäftsprozesse integrieren und optimieren. Diese Systeme ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung und -Steuerung der Produktionsprozesse, was zu einer erheblichen Steigerung der Effizienz führt. Ebenso sind CRM-Systeme (Customer Relationship Management) entscheidend für die Verbesserung der Kundenbeziehungen und die Optimierung von Vertriebsprozessen. Aber es muss nicht immer gleich ein großer Schritt sein – auch spezielle Lösungen für bestimmte Funktionsbereiche bringen das Unternehmen voran. Eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist auch hier unerlässlich, sind doch die Ressourcen – nicht nur im Mittelstand – begrenzt.

3. Human Resources in Industrie 4.0: Welche Rolle spielen Fachkräfte? Sind sie der Schlüssel zum Erfolg?

Fachkräfte sind das Rückgrat der digitalen Transformation. Die Fähigkeit, neue Kompetenzen schnell aufzubauen, ist entscheidend. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist der Telekommunikationskonzern AT&T, der ein umfassendes Weiterbildungskonzept für seine 280.000 Mitarbeiter implementiert hat.

Dies zeigt, dass kontinuierliche Weiterbildung und Anpassung an neue Technologien unerlässlich sind – es muss ja nicht gleich für eine solche große Anzahl sein wie bei AT&T.

In Deutschland gehen Unternehmen wie Audi mit gutem Beispiel voran. Schutzzaunlose Roboter, die in der Produktion eingesetzt werden, entlasten die Mitarbeiter von schweren körperlichen Aufgaben und ermöglichen es ihnen, sich auf komplexere Tätigkeiten zu konzentrieren. Kreativität und Ideenreichtum werden zunehmend wichtiger, während Routineaufgaben automatisiert werden.

Zukunftsweisend ist die enge Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Dabei werden die menschlichen Fähigkeiten durch die Unterstützung von Maschinen erweitert. Dies erfordert ein Umdenken im HR-Management: Unternehmen müssen in die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren und ein Umfeld schaffen, das Innovation und Kreativität fördert.

4. Stehen Deutschland und Europa als Produktionsstandorte vor dem Comeback?

Die zunehmende Automatisierung reduziert die Bedeutung der Lohnkosten in der Standortfrage erheblich. Eine Roboterstunde kostet weniger als eine Arbeitsstunde eines Facharbeiters in Hochlohnländern wie Deutschland. Dies führt dazu, dass Standorte, die aufgrund hoher Personalkosten unattraktiv geworden waren, wieder an Bedeutung gewinnen.

Wenn wir nur diesen Aspekt betrachten, steht Deutschland vor einem Comeback als Produktionsstandort. Die Industrie 4.0-Musterfabrik von Siemens in Amberg zeigt seit vielen Jahren, wie moderne Produktion in Hochlohnländern aussehen kann.

Durch den Einsatz von Automatisierung und digitaler Technologien können Unternehmen in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben und sogar neue Maßstäbe setzen.

Wenn wir nur diesen Aspekt betrachten, steht Deutschland vor einem Comeback als Produktionsstandort. Die Industrie 4.0-Musterfabrik von Siemens in Amberg zeigt seit vielen Jahren, wie moderne Produktion in Hochlohnländern aussehen kann. Durch den Einsatz von Automatisierung und digitaler Technologien können Unternehmen in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben und sogar neue Maßstäbe setzen.

Diese Entwicklung wird durch die hohe Qualifikation der deutschen Fachkräfte unterstützt. Die Aufgaben werden komplexer und anspruchsvoller, und das deutsche Aus- und Weiterbildungssystem bietet hierfür eine solide Grundlage – vorausgesetzt, dieses Qualitätslevel kann auch zukünftig gehalten werden.  So oder so: Unternehmen müssen diese Stärken nutzen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.

Wie Unternehmensberatung mittelständische Unternehmen unterstützen kann

Unsere Unternehmensberatung in Nürnberg ist darauf spezialisiert, mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung und Prozessoptimierung zu unterstützen. Mit einem klaren Fokus auf Geschäftsfeldentwicklung und einer ganzheitlichen Beratungsstrategie bieten wir Ihnen die Expertise und den frischen Blick von außen, den Sie benötigen, um die Chancen der Digitalisierung oder speziell Industrie 4.0 optimal zu nutzen.

Unsere Dienstleistungen im Überblick:

  1. Prozessoptimierung: Unsere Experten analysieren Ihre bestehenden Prozesse und identifizieren Potenziale für Effizienzsteigerungen. Durch den Einsatz moderner Technologien und Methoden sorgen wir für eine nachhaltige Optimierung Ihrer Abläufe.
  2. Geschäftsfeldentwicklung: Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir neue Geschäftsmodelle und erschließen neue Märkte. Dabei setzen wir auf Innovationskraft und unternehmerischen Mut.
  3. Organisationsentwicklung: Wir unterstützen Sie bei der Weiterentwicklung Ihrer Organisationsstrukturen, um den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht zu werden. Dabei legen wir besonderen Wert auf Kompetenz und Motivation Ihrer Mitarbeiter.
  4. Strategien: Wir entwickeln maßgeschneiderte (Digitalisierungs-)Strategien, die genau auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten sind. Dabei berücksichtigen wir alle relevanten Aspekte – von der Technologieauswahl bis hin zur Mitarbeiterkompetenz.

Fazit

Die Digitalisierung bietet dem Mittelstand enorme Chancen, birgt aber auch Herausforderungen. Mit der richtigen Strategie und einem kompetenten Partner an Ihrer Seite können Sie diese Herausforderungen meistern und die Potenziale der Industrie 4.0 voll ausschöpfen. Unsere Unternehmensberatung in Nürnberg steht Ihnen dabei als vertrauenswürdiger und erfahrener Partner zur Seite. Nutzen Sie unsere Expertise und lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten.

Kontaktieren Sie uns noch heute, um mehr über unsere Dienstleistungen zu erfahren und einen Beratungstermin zu vereinbaren. Zusammen bringen wir Ihr Unternehmen auf das nächste Level der Digitalisierung.

Prozessoptimierung im Mittelstand: 5 einfache Schritte zur erfolgreichen Digitalen Transformation

Eine optimierte Prozessgestaltung ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Unternehmen im Mittelstand. Loslegen sollten Sie dabei mit der ausführlichen Analyse der Geschäftsabläufe, denn diese kann dazu beitragen, potenzielle Schwachstellen aufzudecken und schlankere Abläufe (Fokus Effizienz und Flexibilität) zu schaffen. Nur so können mittelständische Unternehmen in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld ihre Position sichern und stärken.

Dieser Artikel beinhaltet daher handfeste Ratschläge speziell für den Mittelstand. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Abläufe effektiver gestalten, um Ihre Ressourcen optimal zu nutzen und Fehler zu reduzieren. Wir stellen Ihnen wertvolle Tipps zur Verfügung, damit Ihre Prozesse agiler, schlanker und flexibler werden – und somit Ihr Geschäft nachhaltig wachsen kann. Lassen Sie sich inspirieren und optimieren Sie Ihre Geschäftsprozesse für mehr Erfolg in Ihrem mittelständischen Unternehmen.

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Warum eine zielgerichtete Prozessanalyse der Unternehmensabläufe so wichtig ist

Prozessoptimierung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens, insbesondere in kleinen und mittelständischen. Eine zielgerichtete Analyse der Unternehmensabläufe kann dabei helfen, die Arbeitsprozesse zu verbessern und so Zeit und Kosten zu sparen.

Doch wo genau ist der Ausgangspunkt und wo stehen wir heute? Viele Unternehmen starten mit einer groben Bestandsaufnahme ihrer Abläufe, doch um wirklich effektiv zu optimieren, ist eine tiefgehende, gezielte Analyse unerlässlich. Nur so können die Schwachstellen identifiziert und passende Lösungen erarbeitet werden.

Die damit verbundene Mühe rentiert sich: Denn eine Analyse des Ist-Zustands und folgende Prozessoptimierung gibt Ihnen mehr Zeit, um sich auf die Kernprozesse Ihrer Firma zu konzentrieren. Sie können sich wieder auf die Dinge konzentrieren, die Ihnen wirklich wichtig sind – alles andere läuft dann ja rund!

Analyse der aktuellen Prozesse: Identifizierung von Problembereichen

Die Analyse der vorhandenen betrieblichen Prozesse ist ein essentielles Unterfangen, um die Effizienz und Leistungsfähigkeit in jeglichem Unternehmen verbessern zu können. Es geht darum, jene Bereiche zu identifizieren, die den reibungslosen Ablauf der Arbeitsprozesse behindern sowie Verschwendungen zu reduzieren, um den Output steigern zu können.

Indem man die bereits existierenden Verfahren eingehend untersucht, können Engpässe, Redundanzen, Fehler, Verzögerungen sowie ineffiziente Vorgehensweisen ermittelt werden, welche die Leistung des Unternehmens einschränken.

Sobald die Problemstellungen aufgedeckt wurden, können Maßnahmen ergriffen werden, um jene durch Prozessoptimierung in den Griff zu bekommen. Darunter fallen beispielsweise die Erleichterung der Arbeitsprozesse, das Eliminieren von unnötigen Aufgaben oder Schritten, die Automatisierung von manuellen Prozessen durch Technologielösungen oder die Umstrukturierung von Teams hinsichtlich der Verbesserung von Kommunikation und Kooperation.

Dabei immer im Blick behalten: Das Ziel besteht in der Erschaffung schlanker und effizienterer Verfahren, die die Ressourcen optimal ausnutzen und Verschwendung minimieren. Manches Unternehmen hat dieses Ziel auf dem Weg aus den Augen verloren und sich in irgendwelchen Konzeptdiskussionen über Agilität oder New Work verstrickt.

Daher gilt: Ihr Unternehmen hat großartige Ziele – und wir helfen Ihnen, diese zu erreichen! Wir arbeiten gemeinsam mit Ihnen an einer auf Ihre Ziele ausgerichteten Prozess-Strategie, um Schwachstellen zu identifizieren und gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeitzu entwickeln.Und diese dann in der richtigen Reihenfolge umzusetzen.

Mit den richtigen Analyse- und Optimierungstechniken werden Sie als Mittelständler effizienter arbeiten und bessere Ergebnisse erzielen – ohne Kompromisse bei der Qualität oder Kundenzufriedenheit einzugehen. Und so ganz nebenbei wird auch die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter steigen – denn wer arbeitet gerne tagtäglich einen Prozess ab, dessen Ineffizienz geradezu greifbar ist?

Wie KMU von schlankeren Prozessen profitieren

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bringt eine Optimierung ihrer Prozesse erhebliche Vorteile. Sie können dadurch ihre internen Abläufe verbessern und gleichzeitig Zeit und Kosten einsparen. Der erste Schritt zur Optimierung besteht darin, aufgeblähte Prozesse zu identifizieren und zu vereinfachen.

Infolge der Vermeidung redundanter Arbeitsschritte und der Einführung automatisierter Prozesse können Unternehmen ihre Leistungsfähigkeiterhöhen. Zudem führt eine verbesserte Kommunikation zwischen Abteilungen zu gesteigerter Effizienz und erleichtert die Realisierung von Synergien.

Eine besondere Herausforderung für kleinere Mittelständler: Da sich immer mehr Menschen in den Ruhestand verabschieden und es schwieriger wird, qualifizierte Fachkräfte zu finden, ist es von besonderer Bedeutung, dass Unternehmen ihr Augenmerk auf schlankere Prozesse richten und potentielle Kandidaten von ihrem effektiven Arbeitsumfeld überzeugen können.

Die Implementierung von Prozessoptimierungen kann zu einer gesteigerten Arbeitgeberattraktivität führen, da Ihre Angestellten in einem effektiven Arbeitsumfeld arbeiten und dadurch motivierter und produktiver sind. Prozessoptimierung ist also nicht nur ein Instrument zur Kosteneinsparung, sondern auch zur Steigerung und Verbesserung der Arbeitsqualität.

Indem Sie Prozesse optimieren, können Sie Ihre Mitarbeiter in einem effizienten Arbeitsumfeld positionieren und dadurch ihre Arbeitszufriedenheit und Leistungsfähigkeit steigern. Dies wird Ihre Arbeitgeberattraktivität in die Höhe treiben, denn Prozessoptimierung ist nicht nur ein Weg, um Kosten zu sparen, sondern auch um die Qualität der Arbeit zu verbessern. Machen Sie Ihre Firma attraktiv für Arbeitnehmer und führen Sie regelmäßige Prozessoptimierungen ein!

Wie mittelständische Unternehmen ihre Prozesse flexibler gestalten können

Auch Agile Methoden für die Prozessoptimierung bieten mittelständischen Unternehmen die Chance, ihre Arbeitsprozesse flexibler zu gestalten und sich den individuellen Anforderungen ihrer Kunden anzupassen. Durch agiles Arbeiten werden Prozessoptimierung und Anpassung an Kundenwünsche nicht nur möglich, sondern auch sehr effektiv umsetzbar.

Obwohl es anfangs eine Umstellung erfordert, werden Sie schnell die vielen Vorteile von agilen Methoden für die Prozessoptimierung entdecken. Zum einen ermöglicht es eine schnellere Lösungsfindung, zum anderen fördert es die Zusammenarbeit im Team und schafft eine offene Arbeitskultur, in der Ideen und Vorschläge jederzeit willkommen sind. Dabei immer im Blick behalten: Natürlich nur in solchen Anwendungsbereichen, für die agile Methoden auch wirklich geeignet sind!

Setzen auch Sie auf agiles Arbeiten und machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft! Mit der Umstellung auf agile Methoden können Sie Ihre Abläufe effektiver und flexibler gestalten. Wettbewerbsvorteile erzielen und so den Unternehmenserfolg sichern.

Wie Standardisierung und Automatisierung die Abläufe  Prozesse optimieren können

Standardisierung, Automatisierung und Digitalisierung sind Schlüsselkomponenten, die die Arbeitsprozesse in Ihrem Unternehmen kontinuierlich beschleunigen und vereinfachen können. Durch das Automatisieren von Prozessen können Sie schnellere und genauere Ergebnisse erzielen als es ein Mensch je könnte.

Überall, wo es eine wiederholbare Aufgabe gibt, ist die Implementierung einer automatisierten Lösung der nächste Schritt in der Evolution Ihres Geschäfts. Die Digitalisierung von Daten und Prozessen ermöglicht es Ihnen, zügiger und agiler zu arbeiten als manuell jemals möglich wäre.

Standardisierung bringt eine einheitliche Basis in den Fortgang und minimiert damit menschliche Fehler und Missverständnisse.

Durch Standardisieren und Digitalisieren werden Workflows reproduzierbar, transparent und vorhersehbar. Auf diese Weise können Sie auch personalintensive Prozesse effizienter gestalten, Durchlaufzeit optimieren und damit Kosten senken.

Zusammengefasst erhalten Sie durch Standardisieren, Automatisieren und Digitalisieren Arbeitsabläufe, die schneller und besser als Menschen funktionieren. Nutzen Sie die Vorteile dieser Technologien, um Ihre Produktivität und Rentabilität zu steigern und somit einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

Wie man die Mitarbeiter in die Prozessverbesserung einbindet und deren Fähigkeiten besser nutzt

Prozessoptimierung ist für mittelständische Unternehmen ein wichtiger Schritt, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch wie kann man sicherstellen, dass dieser neue Prozess effektiv und nachhaltig ist? Ganz einfach – indem man seine Mitarbeiter mit einbezieht!

Denn wer kennt die Prozesse und Probleme im Unternehmen besser als diejenigen, die täglich damit arbeiten? Durch den Know-How-Transfer können Mitarbeiter ihr Expertenwissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Doch das ist noch nicht alles: Indem man gezielt die Kompetenzen seiner Mitarbeiter stärkt und ihre Fähigkeiten nutzt, entsteht ein echter Mehrwert für das Unternehmen. Langfristig zahlt sich die Initiative und das Bedürfnis sich in den Geschäftsprozessen aktiv einzusetzen durch Vielfalt in Funktionalität und finanzielle Einsparungen aus.

Jeder Mitarbeiter hat individuelle Stärken und Talente, die es zu erkennen und zu fördern gilt. Nur so können sie ihr volles Potenzial ausschöpfen und aktiv zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Also, trauen Sie Ihren Mitarbeitern zu, aktiv am Optimierungsprozess mitzuwirken – Sie werden überrascht sein, welche Ideen und Lösungen Sie gemeinsam entwickeln können!

Die 5 Schritte zur Optimierung der Prozesse in mittelständischen Unternehmen

  1. Identifizieren Sie das Problem: Der erste Schritt zur Optimierung besteht darin, die Problembereiche im Betrieb Ihres Unternehmens ausfindig zu machen. Das kann von ineffizienten Arbeitsabläufen bis hin zu veralteter Ausrüstung oder Software alles sein.
  2. Ziele setzen: Sobald Sie die Problembereiche identifiziert haben, setzen Sie sich konkrete Ziele, was Sie durch die Prozessoptimierung erreichen wollen. Diese Ziele sollten realistisch und messbar sein.
  3. Nehmen Sie die bestehenden Prozesse auf: Stellen Sie Ihre derzeitigen Prozesse mithilfe von Flussdiagrammen oder Diagrammen dar, um Ineffizienzen und Engpässe zu ermitteln.
  4. Änderungen umsetzen: Sobald Sie die verbesserungsbedürftigen Bereiche ermittelt haben, setzen Sie die Änderungen systematisch um und überwachen gleichzeitig die Fortschritte bei der Erreichung der gesetzten Ziele.
  5. Ergebnisse auswerten: Bewerten Sie die Wirksamkeit der vorgenommenen Optimierungen, indem Sie deren Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit, die Qualitätskontrolle und gegebenenfalls die Kostenreduzierung in verschiedenen Abteilungen Ihres Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum hinweg messen, und nehmen Sie gegebenenfalls die erforderlichen Anpassungen vor.

Fazit: Die Vorteile der Prozessoptimierung und Prozessmanagement für kontinuierliche Verbesserung der Produktivität

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Prozessoptimierung für KMU erhebliche Vorteile bringen kann. Durch die Rationalisierung und Verbesserung ihrer Abfolge von Tätigkeiten können kleine Unternehmen ihre Produktivität steigern, Kosten senken und letztlich ihre Rentabilität verbessern. Die Optimierung von Prozessen kann auch dazu beitragen, dass Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben, da sie so schnell auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren können.

Ein weiterer Vorteil der Prozessoptimierung besteht darin, dass sie die Qualität der von den KMU angebotenen Produkte und Dienstleistungen verbessern kann. Durch die Ermittlung von Verbesserungsmöglichkeiten und die Umsetzung von Änderungen können Unternehmen die Kundenzufriedenheit erhöhen und engere Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen. Dies führt nicht nur zu Folgeaufträgen, sondern auch zu positiven Mund-zu-Mund-Propaganda-Empfehlungen.

Insgesamt ist die Investition in die Prozessoptimierung ein kluger Schachzug für jedes KMU, das sein Ergebnis verbessern und der Konkurrenz voraus sein möchte. Auch wenn es anfangs einige Anstrengungen und Ressourcen erfordert, sind die langfristigen Vorteile es allemal wert.

Warum bewegt sich Ihre Organisation nur im Schneckentempo?

Haben Sie den Eindruck, Ihre Organisation kommt nur in Zeitlupe vorwärts?

Ihr Unternehmen könnte schneller sein, aber Sie wissen nicht, wie Sie die notwendigen Änderungen vornehmen sollen?

Da sich die digitale Transformation immer weiter beschleunigt, müssen Organisationen mit dem Tempo der Veränderungen Schritt halten. Leider sind viele nicht in der Lage, sich so schnell zu bewegen, wie sie es tun müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das ist von Übel, denn ein zu langsames Tempo kann zu verpassten Chancen und verminderter Effizienz führen.

Hier sind sieben Gründe, warum Ihr Unternehmen zu langsam ist, und wie Sie sie beheben können. Mit den richtigen Strategien und der Bereitschaft, Prozesse zu verbessern, können Sie die Effizienz und Produktivität deutlich steigern.

7 Gründe für zu wenig Geschwindigkeit

Grund 1: Veraltete Technologie

Veraltete Technologie kann eine der Hauptursachen für mangelnde Schnelligkeit sein. Die Technologie verändert sich ständig und entwickelt sich weiter, aber wenn Ihr Unternehmen veraltete und unzuverlässige Systeme verwendet, führt dies zu Verzögerungen.

Veraltete Technologie ist möglicherweise nicht in der Lage, die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen, was zu langsamen Reaktionszeiten beim Zugriff auf Daten oder bei der Erledigung von Aufgaben führen kann.

Außerdem erfordert ältere Technologie möglicherweise mehr manuelle Arbeit, wodurch sich der Zeitaufwand für Prozesse und Aufgaben erhöht. Dies kann erheblich zu Verzögerungen bei wichtigen Projekten oder Entscheidungen innerhalb einer Organisation beitragen.

Schließlich bedeutet die Verwendung veralteter Technologie, dass die Mitarbeiter möglicherweise nur begrenzten Zugang zu neuen Funktionen und Möglichkeiten haben, die ihre täglichen Aktivitäten und Aufgaben beschleunigen könnten.

Grund 2: Schlechte Planung

Schlechte Planung kann eine der Hauptursachen für organisatorische Langsamkeit sein. Das Fehlen klarer Ziele und eines Zeitplans kann Unternehmen daran hindern, effektiv und rechtzeitig zu handeln.

Wenn den Mitarbeitern nicht klar ist, was von ihnen erwartet wird, oder wenn sie keine Anweisungen erhalten, kann dies zu Verwirrung und Frustration führen, was wiederum zu langsameren Ergebnissen führt.

Schlecht geplante Aufgaben dauern auch länger, da es zu Missverständnissen zwischen Teams oder Abteilungen kommen kann, was zu Zeitverlusten führt, die durch eine effizientere Planung hätten vermieden werden können.

Darüber hinaus führt eine schlechte Planung oft zu einer ineffizienten Nutzung von Ressourcen, z. B. werden Mitarbeiter nicht effizient eingesetzt oder es wird zu viel in bestimmte Bereiche investiert, während andere vernachlässigt werden, was den Fortschritt des Unternehmens weiter verlangsamt.

Grund 3: Zu viele Prozesse

Die schiere Anzahl von Prozessen, die in den Betrieb eines Unternehmens involviert sind, kann zu lethargischen Leistungen führen.

Komplexität und Redundanz können zu Engpässen führen, Verwirrung stiften und die Entscheidungsfindung verlangsamen.

Dieses Problem wird noch verschärft, wenn Unternehmen sich weigern, überflüssige Prozesse zu rationalisieren oder abzuschaffen, weil sie der Meinung sind, dass „wir das schon immer so gemacht haben“.

Darüber hinaus erfordern zu viele Prozesse oft mehr Ressourcen als für eine Aufgabe notwendig und können zu überhöhten Ausgaben für unnötige Arbeitskosten oder Softwarelizenzen führen.

Die Automatisierung von Prozessen kann dazu beitragen, die Anzahl der erforderlichen manuellen Aufgaben zu verringern und Ressourcen für produktivere Tätigkeiten freizusetzen.

Die Umstrukturierung ineffizienter Prozesse und die Abschaffung unwichtiger Prozesse tragen außerdem dazu bei, dass Ihr Unternehmen effizient und mit möglichst wenigen Verzögerungen arbeitet.

Grund 4: Unklare Prioritäten

Unklare Prioritäten können zu Ineffizienz und mangelnder Konzentration führen, was wiederum zu organisatorischen Verzögerungen führt.

Wenn Teammitglieder nicht wissen, was in einer bestimmten Woche oder einem bestimmten Monat ihre Hauptpriorität sein sollte, verschwenden sie Zeit mit scheinbar wichtigen Aufgaben, die in Wirklichkeit nicht dringend sind. Dies kann dazu führen, dass Fristen nicht eingehalten werden und Projekte länger dauern als erwartet.

Unklare Prioritäten erschweren es den Teams auch, zu bestimmen, welche Ressourcen wo zugewiesen werden müssen, was zu Verwirrung und Missverständnissen zwischen den Abteilungen führt.

Ohne klare Anweisungen von der obersten Führungsebene, was die Kernziele der Organisation sind und wie sie am besten zu erreichen sind, laufen Organisationen Gefahr, wertvolle Zeit in Aktivitäten zu stecken, die einfach nicht zu ihrem größeren Auftrag oder ihren Zielen beitragen.

Grund 5: Schlechte Kommunikation

Schlechte Kommunikation kann einer der Hauptgründe sein, warum Ihre Organisation zu langsam ist.

Wenn die Mitarbeiter keine klaren Anweisungen erhalten, sind sie oft desorganisiert und verwirrt, was zu Ineffizienz und Verzögerungen führt.

Wenn es keine gemeinsame Vision oder kein Verständnis für den Zweck einer Aufgabe gibt, verbringen die Mitarbeiter möglicherweise mehr Zeit damit, herauszufinden, wie die Aufgabe zu erledigen ist, als sie tatsächlich zu erledigen.

Wenn außerdem die Kommunikation zwischen den Abteilungen fehlt oder unklar ist, dauern Aufgaben, die die Zusammenarbeit mehrerer Personen erfordern, wahrscheinlich länger als nötig, da jeder auf die Anweisungen des anderen wartet, bevor er tätig wird.

Ohne wirksame Kommunikation verlangsamt sich der Arbeitsfortschritt erheblich, was zu verpassten Terminen und insgesamt schlechten Ergebnissen führen kann.

Grund 6: Geringe Mitarbeitermotivation

Geringe Mitarbeitermotivation kann eine Hauptursache für langsamen organisatorischen Fortschritt sein. Ohne motivierte Mitarbeiter stagniert das Unternehmen und ist nicht in der Lage, mit der Konkurrenz mitzuhalten.

Unternehmen müssen Maßnahmen ergreifen, um dieses Problem anzugehen, indem sie zunächst die möglichen Ursachen für eine geringe Mitarbeitermotivation ermitteln. Dazu können mangelnde Anerkennung, unklare Erwartungen an die Arbeit oder ein ungesundes Arbeitsumfeld gehören.

Ein weiterer Faktor könnten veraltete Prozesse und Technologien sein, die es den Mitarbeitern erschweren, ihre Aufgaben effektiv zu erledigen. Einige Unternehmen sind zu manuellen Methoden zurückgekehrt, anstatt neue Technologien einzuführen, die dazu beitragen würden, ineffiziente Prozesse zu rationalisieren – was zu einer schlechten Arbeitsmoral im Unternehmen führt.

Und wenn es den Führungskräften nicht gelingt, eine inspirierende Vision für ihr Team zu entwerfen, können die Mitarbeiter unmotiviert werden und ihre Aufgabe im Unternehmen aus den Augen verlieren, was dazu führen kann, dass sie sich unterbewertet und nicht gewürdigt fühlen.

Führungskräfte müssen ihren Teams ehrgeizige Ziele setzen, die sowohl erreichbar als auch spannend sind, damit die Mitarbeiter inspiriert bleiben und sich für ihre Arbeit engagieren. Dabei können wir Ihnen als Sparringspartner zur Seite stehen.

Grund 7: Mangel an Ressourcen

Fehlende Ressourcen können ein Hauptgrund für den langsamen Fortschritt einer Organisation sein. Ohne die erforderlichen Arbeitskräfte, Technologien und finanziellen Mittel kann es für Organisationen schwierig werden, die gewünschten Ergebnisse rechtzeitig zu erzielen. Dies gilt vor allem für kleinere Unternehmen mit begrenztem Budget, die sich möglicherweise nicht die notwendigen Werkzeuge leisten oder nicht in die benötigten Mitarbeiter investieren können.

Der Mangel an Ressourcen kann für ein Unternehmen eine Reihe von Herausforderungen mit sich bringen.

So kann es beispielsweise sein, dass Projekte aufgrund von Personalmangel oder fehlenden Softwarekapazitäten länger dauern, dass Kundendienstanfragen unbeantwortet bleiben, wenn nicht genügend Support-Mitarbeiter zur Verfügung stehen, und dass alle anderen Aktivitäten, die mit dem Ressourcenbedarf zusammenhängen, aufgrund unzureichender Mittelzuweisungen länger dauern als erwartet.

Letztendlich ist der Zugang zu angemessenen Ressourcen für jedes Unternehmen, das auf dem heutigen wettbewerbsorientierten Markt erfolgreich sein will, unerlässlich.

Organisationen, die diese Notwendigkeit nicht erkennen, werden wahrscheinlich unter langsameren Fortschritten leiden und gegen ihre Konkurrenten kämpfen, die einen besseren Zugang und eine bessere Nutzung dieser Ressourcen haben.

Schlussfolgerung: Verbesserung der Geschwindigkeit für mehr Effizienz

Wenn Sie die Initiative ergreifen, um die Effizienz in Ihrem Unternehmen zu verbessern, können Sie Verzögerungen vermeiden, Kosten senken und die Rendite maximieren.

Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, besteht in der Rationalisierung von Prozessen.  Automatisierung von Standardprozessen kann dazu beitragen, alltägliche Aufgaben zu beschleunigen und gleichzeitig die Genauigkeit und Konsistenz zu verbessern.

Die Analyse bestehender Arbeitsabläufe auf Redundanzen und unnötige Schritte ist eine weitere Möglichkeit zur Steigerung der organisatorischen Effizienz. Die Aufdeckung von Engpässen oder zeitraubenden Aufgaben kann dazu beitragen, verbesserungswürdige Bereiche zu ermitteln und Hindernisse zu beseitigen, die den Fortschritt behindern.

Die funktionsübergreifende Zusammenarbeit zwischen Abteilungen kann dazu beitragen, die Arbeitsbelastung einzelner Teams zu verringern, die Motivation zu steigern und einen insgesamt reibungslosen Arbeitsablauf im gesamten Unternehmen zu schaffen.

Businessporträt von Gregor Heilmaier

Gregor Heilmaier brennt dafür, Unternehmen beim Wachstum zu helfen.

Heilmaier und Heilmaier hat jahrelange Erfahrung in Unternehmensberatung, Transformation und Strategie.

Wir wissen, wie man Unternehmen dabei hilft, sich neu auszurichten und zu wachsen. Wir arbeiten mit Herzblut und freuen uns über den Erfolg unserer Kunden.

Lassen Sie uns miteinander sprechen!

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Wie Sie durch Moderation zu Ergebnissen kommen

Es gibt Unternehmen, die bei ihren Meetings nichts erreichen, obwohl ein Moderator ausgewählt wurde.

Heute befassen wir uns daher mit den Unterschieden zwischen Moderieren und Gespräch leiten – und warum es bei guter Moderation darum geht, auf die Bedürfnisse aller einzugehen.

Was Moderation im Unternehmen jedenfalls NICHT ist

Auch wenn es ebenfalls Moderation genannt wird, ist folgendes Beispiel nach unserer Auffassung eine gänzlich andere Tätigkeit:

Der Fernseh- oder Veranstaltungsmoderation, die galant und unterhaltsam durch eine Sendung oder den bunten Abend führt. Diese Moderatoren haben die Aufgabe, Überleitungen zwischen verschiedenen Inhalten herzustellen.

Moderation in Besprechungen, Meeting und Workshops

Warum bunte Kärtchen noch keinen guten Moderator machen

Wenn ein Meeting nicht über das Allgemeine hinausgeht und voller Wünsche und Hypothesen ist (Beispiel: „Vielleicht könnten / sollten / sollten … / Es wäre gut, wenn …“), dann sollten Sie das Meeting unbedingt moderieren. Leider werden dabei Moderation und Diskussionsführung oft verwechselt. Die berühmten Metaplanwände und bunte Kärtchen werden von irgendwem hervorgeholt und man meint, dies sei bereits Moderation. Und nur zu leicht scheint es dann so zu sein, dass die „Moderation“ des Treffens überhaupt nicht dazu beigetragen hat, zu irgendwelchen Schlussfolgerungen zu kommen. Aber stimmt das so?

Ad hoc Moderation – kann das funktionieren?

Leider wird der Begriff “Moderation” oft umgangssprachlich ungenau verwendet.

Als Faustregel sagen wir: Wenn Sie unvermittelt zur Übernahme einer Moderation aufgefordert werden, handelt es sich tatsächlich um die Bitte, die Gesprächsleitung zu übernehmen. 

Machen Sie sich dann besser keine allzu großen Hoffnungen, über einen reinen Informationsaustausch hinaus zu gelangen.

Warum? Weil eine Moderation vorbereitet werden muss. Nicht sollte, tatsächlich MUSS. Denn es gilt, einen Prozess in Gang zu bringen.

Doch sehen wir uns zunächst die Gesprächsleitung an.

Gesprächsleitung sorgt für Ordnung

Gesprächsleitung oder -führung nennen wir das geordnete Eingreifen in Gruppendiskussionen. Die Reihenfolge der Wortmeldungen wird von einer Person berücksichtigt, auf Einhaltung des Gesprächsprotokolls und der Zeit wird geachtet.

Ein entsprechendes Maß an “Moderation” (hier: Gesprächsführung) erleben wir typischerweise in Diskussionsrunden nach Vorträgen, bei Informationsveranstaltungen oder in anderen vergleichbaren Situationen.

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen also einen Jour Fix eingeführt haben, an dem Mitarbeiter Informationen austauschen, dann ist eine Gesprächsleitung genau richtig.

Anders sieht es aus, wenn Sie mit dem Treffen konkrete Ziele verfolgen.

Moderation gestaltet einen Prozess

Besprechungen sind eine großartige Gelegenheit, mit Ihrem Team zusammenzuarbeiten, um Probleme zu lösen oder Entscheidungen zu treffen. Nun ist es vielleicht an der Zeit, dass jemand die Rolle des Moderators übernimmt.

Wie man laut Lehrbuch moderiert:

  1. Beginnen Sie mit einer Begrüßung und einer Eisbrecher-Aktivität.
  2. Bitten Sie die Teilnehmer, sich vorzustellen, ihren Namen, ihre Zugehörigkeit und ihre Wünsche an das Meeting anzugeben.
  3. Legen Sie die Grundregeln für das Meeting fest.
  4. Bitten Sie jeden Teilnehmer, seinen Hintergrund mit der Gruppe zu teilen.
  5. Eröffnen Sie den Raum für Diskussionen, indem Sie eine Frage oder Aufgabe für die Gruppe stellen.
  6. Bedanken Sie sich abschließend bei allen für ihren Beitrag

Eine wirklich gelungene Moderation führt die Teilnehmer strukturiert zu Ergebnissen einer Aufgaben- oder Fragestellung.

Unterschiedliche Arbeitsabläufe haben unterschiedliche Moderationsanforderungen. Je nach Teilnehmerzahl und Brisanz der Thematik kann die Planung einer Moderation mehrere Stadien durchlaufen. Meetings, Workshops, Großgruppenmoderation und Online-Moderation sollten mit der gleichen Aufmerksamkeit geplant und behandelt werden, um Qualität zu gewährleisten.

Moderation: Methode oder Technik?

Moderation ist keine Methode.

Bei einer Moderation können aber unterschiedliche Methoden in Abhängigkeit von Thema, Zeitrahmen und Personenkreis zur Anwendung kommen.

Moderation ist auch keine Technik. Es gibt zwar Standardtechniken, die in der Literatur und bei Trainings genannt werden. Die Beherrschung dieser Techniken garantiert jedoch keinen Moderationserfolg.

Moderation sorgt für geeigneten Arbeitsprozess und Ergebnisse

Basis einer guten Moderation sind die Regeln der Gesprächsleitung und die für Moderationen geeigneten Techniken und Methoden. Die jeweilige Vorgehensweise ist aber differenziert und individuell, denn sie bildet den Rahmen für einen zielorientierten Prozess. Im Idealfall erzeugt die Moderation eine positive Arbeitsatmosphäre in der Gruppe, die von Klarheit der Sprache und Vorgehensweise geprägt ist.

Daneben strukturieren, mäßigen und ermutigen Moderatoren: Sie visualisieren und fassen zusammen. Aufgabe des Moderators ist darauf zu achten, dass die Personen ausgewogen in den Prozess einbezogen werden. Es gilt die Kommunikation in Gang zu bringen und die Gruppe  strukturiert durch den Prozess zu führen.

Die Moderation fördert den Austausch von Meinungen und begleitet das Bilden einer gemeinsamen Meinung in der Gruppe. Der Moderator nimmt dabei persönlich eine neutrale Haltung ein, denn die Teilnehmer sollen Inhalt und Ergebnis erarbeiten.

Moderation dient der Steuerung und Gestaltung eines Problemlösungs- oder Entscheidungsprozesses

Im Vorfeld einer Moderation muss klar definiert werden, welches Problem gelöst oder welche Entscheidung erreicht werden soll. Denn auf diese Fragestellung zielt dann der gesamte Moderationsprozess ab.

Mit anderen Worten:

Moderieren ist zielorientierte Vermittlungsarbeit zwischen den beteiligten Menschen und einem Thema.

Dafür ist die umfassende inhaltliche Vorbereitung der Moderation unerlässlich.

An dieser Stelle taucht regelmäßig die Frage auf, ob die Moderation von einem fachkundigen Spezialisten durchgeführt werden muss. Nun, es kommt darauf an, denn …

Die wesentliche Komponente liegt in der Person, die durch die Moderation führt

Es kommt zum Beispiel darauf an, welche Frage- oder Problemstellung bearbeitet werden soll. Es kann äußerst wertvoll sein, wenn jemand mit einem Thema überhaupt nicht vertraut ist und daher völlig unbedarft alles in Frage stellt.

Andererseits können diese Fragen die Teilnehmer schrecklich nerven, wenn bereits ein Grundkonsens besteht und der Prozess durch „Banalitäten“ immer wieder ins Stocken gerät.

Vielfach bietet es sich im unternehmerischen Kontext an, die Moderation von einer Person durchführen zu lassen, die mit den Grundzügen der Thematik und dem Branchen- und Fachvokabular vertraut ist. Denn der Moderator hat die Prozesskompetenz inne und muss daher glaubwürdig auf Augenhöhe kommunizieren.

Moderation im Problemlösungs- oder Entscheidungsprozesses

Anwendungsfälle für Moderation im Unternehmen sind, wenn mehrere Personen eine gemeinsame Leistung erbringen sollen. Entweder weil das Wissen des Einzelnen nicht ausreicht oder weil die Akzeptanz durch die Beteiligung mehrerer Personen erhöht werden soll.

Fazit

Moderation führt Personen strukturiert mit geeigneten Methoden und Techniken zu einer gemeinsam getragenen Entscheidung oder Lösung für eine Aufgaben- oder Fragestellung, die im Vorfeld definiert wurde.

Moderation ist ein wichtiger Teil des Prozesses. Es ist wichtig, wertvolle Fragen zu stellen, fachlich kompetent und glaubwürdig zu sein.

Der Moderator sorgt dafür, dass die Diskussion beim Thema bleibt und reibungslos voranschreitet. Moderatoren sorgen auch dafür, dass alle Teilnehmer gleich und mit Respekt behandelt werden. Dazu müssen Moderatoren das Thema, das sie moderieren, gut verstehen und wertvolle Fragen stellen können. Moderatoren müssen neben allgemeiner sozialer Kompetenz in dem von ihnen moderierten Thema auch über Glaubwürdigkeit gegenüber den an der Diskussion Beteiligten verfügen.

Businessporträt von Katrin Heilmaier

Autorin

Ich bin ein Mensch, der von der Frage fasziniert ist, was Kommunikation eigentlich gelingen oder scheitern lässt.

Schon früh in meiner beruflichen Tätigkeit habe ich begonnen, mich theoretisch und praktisch mit Gruppenprozessen zu beschäftigen, was mir ein reiches Praxisfeld für das Projekt- und Prozessmanagement und die Begleitung von Gruppen und Teams eröffnet hat.

Autorin

Das 1×1 des Business Development für Praktiker

Viele Begriffe der Betriebswirtschaftslehre werden beispielsweise durch die Verwendung in Stellenbeschreibungen landauf landab verwendet. So kennt heute fast jeder den Begriff Business Development.

Aber könnten Sie auch genau sagen, worum es dabei inhaltlich geht? Und wie Business Development mit anderen Unternehmensbereichen und vor allem auch der Strategie zusammenwirkt?

Was ist eigentlich Business Development?

Was früher noch Geschäftsfeldentwicklung hieß, wird heute meist als Business Development bezeichnet. Dabei entsteht häufig der Irrtum, dass das Business, also das gesamte Unternehmen verändert werden solle. Das kann am Ende dabei herauskommen. Ausgangspunkt ist jedoch zunächst, bestimmte Bereiche des Unternehmens, einzelne Geschäftsfelder gezielt weiterzuentwickeln.

Weiterentwicklung von Geschäftsfeldern – was braucht man dafür?

Zunächst einmal Mut! Neue Geschäftsfelder zu entwickeln ist eine strategische Aufgabe. Ohne einen gewissen Biss und Beharrlichkeit finden und entwickeln sich neue Geschäftsfelder selten. Wenn überhaupt.

Benötigt wird neben einer klaren Vision und einer daraus abgeleiteten Vorgehensweise vor allem Handlungskompetenz. Denn sonst versinken die tollen Ideen schnell wieder in der Schublade.

Bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist der Bereich der Geschäftsfeldentwicklung häufig keine eigene Funktion, sondern wird in Personalunion im Vertrieb oder der Geschäftsführung übernommen. „Herausfordernd“ ist in diesem Zusammenhang eine ziemliche Untertreibung. Denn neben dem Tagesgeschäft noch kreativer Visionär, Teambuilder und konsequenter Umsetzer zu sein, kann schnell zur Herkulesaufgabe wachsen.

Beispiele für Business Development-Anlässe

Anlässe für die Weiterentwicklung eines Geschäftsfeldes können sehr vielfältig sein. Die nachfolgenden Beispiele sollen Ihnen eine Idee geben, wann es sinnvoll ist, sich mit dem Thema zu beschäftigen:

  • Sie möchten vielleicht neue geographische Märkte erschließen, z.B. ein anderes Bundesland, ein anderes Land oder ein neuer Kontinent.
  • Neue Ziel- und Nutzergruppen sollen her, z.B. statt neben Konzernen auch KMU oder Personengruppen oder Altersklassen. Oder Sie wollen neben Produkten in Zukunft auch Service anbieten.
  • Sie sind ein Softwarehersteller und entdecken, dass Ihre Produkte auch in einem neuen Kontext Verwendung finden können und planen ein ganz neues Geschäftsfeld aufzubauen.
  • Sie haben neue Auftraggeber in Aussicht, deren Produktanforderungen aber Ihre bisherigen Unternehmensstrukturen überfordern.
  • Sie digitalisieren in einem Unternehmensbereich und stellen fest, dass Ihr Unternehmen dadurch ganz neue Betätigungsfelder erschließen könnte.
  • Die Tage Ihrer Produkte sind gezählt, es drängen Innovationen auf den Markt, die über kurz oder lang zur Konkurrenz werden. Was für Weiterentwicklungen können Sie anbieten oder was für Trends bilden sich heraus, die Sie für Ihr Unternehmen nutzen können?
  • oder, oder, oder.

Beim Business Development geht es folglich stets darum, bestehende Geschäftsfelder weiterzuentwickeln oder völlig neue zu erschließen.

Geschäftsentwicklung Aufgaben und Alternativen

Oftmals ist nicht von vornherein klar, in welche Richtung sich ein Geschäftsfeld entwickeln kann. Und häufig ist es auch keine gute Idee, mit einer vorgegebenen Marschrichtung aufzubrechen. Bedenken Sie, dass es immer drei grundlegende Alternativen gibt, Geschäftsfelder zu entwickeln:

  1. Make: Sie nehmen die Entwicklung eigenständig in die Hand, analysieren und erschließen sich das Geschäftsfeld alleine.
  2. Partner: Nach einer ersten Voruntersuchung haben Sie mehrere mögliche Kooperationspartner entdeckt, die in dem angestrebten Marktumfeld bereits tätig sind oder ebenfalls in diesen Feld vorstoßen wollen. Ist eine Kooperation in welcher Form auch immer möglicherweise vorteilhaft?
  3. Buy: Sie haben eine Liste mit möglichen Zielunternehmen erstellt (sog. Targets) und untersuchen, ob der Kauf eines oder mehrerer der Unternehmen Sie am besten das Geschäftsfeld erschließen lässt.

Je nach Markt und Umfeld werden Sie vollkommen unterschiedliche Motivationen antreiben. Das mag komplex erscheinen, aber: Je klarer Sie sich über Ihre Ziele für das jeweilige Geschäftsfeld sind, desto effektiver werden Sie dieses für Ihr Unternehmen erschließen können.

Welche Kompetenzen braucht man im Business Development?

Von großer Bedeutung sind die Kompetenz – oder Soft Skills – der Person(en), die das Business Development vorantreibt.

Neben der persönlichen Teamfähigkeit ist auch die Fähigkeit, Menschen zu und in einem Team zu führen absolut unerlässlich. Oft muss abteilungsübergreifend gearbeitet werden, dabei kann es schnell zu Interessenskonflikten kommen. Und da Business Development gerne in den Verantwortungsbereich anderer eingreift, ist Konfliktfähigkeit überaus hilfreich.

Insbesondere, wenn durch das Business Development bislang schwarze Flecken in einem Bereich sichtbar machen, sind Feingefühl und gelungene Kommunikation erfolgsentscheidend bei der manchmal ungewohnten Zusammenarbeit.

Business Development vs. Strategie

Moment mal, denken Sie jetzt, das fällt doch unter Strategie des Unternehmens!

Ja und Nein, denn Strategie und Business Development beeinflussen sich wechselseitig.

Angenommen, Sie sind als Automobilzulieferer tätig und überlegen sich während Ihres jährlich stattfindenden Strategie-Meetings, dass Sie möglicherweise Ihre Bauteile oder Technologien auch in anderen Industriezweigen anbieten können. Sie beschließen, zwei verschiedene Märkte daraufhin zu untersuchen.

Die Markterkundung, die sich an diese Entscheidung anschließt, ist Teil Ihrer Strategie. Sie ist aber auch schon der erste Schritt Ihrer Geschäftsfeldentwicklung, denn:

Innerhalb weniger Wochen kommen Sie zu der Erkenntnis, das einer der Märkte sich nicht eignet. Der andere Markt hat aber ein geradezu traumhaftes Potential.

Und nun?

Die Strategie enthielt nur die Aufgabe, neue Märkte auf ihr Potential hin zu untersuchen. Das ist erledigt.

Selbstverständlich werden Sie NICHT erst noch das restliche Wirtschaftsjahr verstreichen lassen, um Monate später in der nächsten Strategierunde die neuen Erkenntnisse einzuarbeiten, um erst dann die nächsten Schritte zu gehen.

Sie setzen umgehend ihr Business Development fort, indem Sie die nächsten Schritte planen und Maßnahmen ergreifen.

Die tatsächliche Entwicklung des neuen Geschäftsfeldes nimmt damit nun natürlich Einfluss auf die Strategie des Unternehmens, die so, wie sie im Zeitpunkt des Strategie-Meetings beschlossen wurde, inzwischen zumindest teilweise überholt ist. Und möglicherweise kann es ja nun auch sinnvoll sein, Ressourcen bereitzustellen – auch das hat wieder Einfluss auf die Unternehmensstrategie.

Gregor Heilmaier

Businessporträt von Gregor Heilmaier

Gregor Heilmaier

ist Diplom Kaufmann (Univ.) und hilft Unternehmern und Selbstständigen, wie sie ihr Unternehmen weiterentwickeln können.

Dabei greift er auf eigene Erfahrungen als Vertriebsleiter und Leiter Unternehmensentwicklung zurück.

Seit 2009 ist er gemeinsam mit seiner Frau Katrin als Berater tätig.

Er lebt und arbeitet in der Altstadt von Nürnberg, liebt Tennisspielen (aktiv) und Fußball (passiv) und ist immer für ein gutes Stück Kuchen oder ein leckeres Eis zu haben.